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Spanien vs. Costa Rica Live-Kommentar 23.11.22

END
7 - 0
SPA
COS
Dani Olmo (11)
Marco Asensio (21)
Ferran Torres (31 ELF)
Ferran Torres (54)
Gavi (74)
Carlos Soler (90)
Álvaro Morata (90+2)
Al Thumama Stadium

Live-Ticker

Von dieser Stelle wars das für heute. Der WM-Tag ist jedoch noch nicht vorbei. Denn in einer knappen Stunde steigen auch Belgien und Kanada ins Turnier ein. Viel Spaß damit und noch einen schönen Abend.
Dass die Spanier nach diesem Kantersieg die Tabellenführung übernehmen, darüber müssen wir wohl kaum Wort verlieren. Interessanter ist es da schon, wies in dieser Gruppe weitergeht. Wann? Am Sonntag. Dann spielt um 11:00 Uhr Japan vs. Costa Rica. Und um 20:00 Uhr dann Spanien vs. Deutschland. Nach dem bisher gesehen wird die DFB-Auswahl dieses Spiel gegen Spanien gewinnen MÜSSEN, auf einen Dreier von Costa Rica gegen Japan sollte man besser nicht setzen.
Der Ballkunst der Spanier hatte Costa Rica heute nichts entgegenzusetzen. Von der ersten Sekunde an standen die Mittelamerikaner hier mit dem Rücken zur Wand. Der Außenseiter blieb über die gesamten 113 Spielminuten ohne Abschluss. Das sagt mehr über diese Partie aus als die 17 spanischen Abschlüsse.
Das ist enttäuschend! Am Ende sind es dann doch nur 1043 Pässe geworden. Aber alles andere, was die Spanier zeigten, war nahe der Perfektion gegen einen unterklassigen Gegner. Da stimmte einfach alles, vom Spielaufbau bis zu den Rhythmuswechseln. Der Strafraumpenetration bis zu den Abschlüssen. In dieser Form wird das für die künftigen Gegner der Iberer aber kein Spaziergang.
90' + 8' Schlusspfiff!
90' + 8' Passtand 1037. Das wird knapp für Spanien. Der Freistoß verpufft übrigens.
J. Campbell
Gelbe Karte
Costa Rica
90' + 7' Campbell tritt seinem Gegenspieler auf den Fuß, bringt ihm Gelb und den Spaniern eine gute Freistoßposition.
90' + 6' Ja, der Gegner war unterklassig, aber, da gerade Soler nach Gavi-Zuspiel das 8:0 verschenkt, sei dennoch auch erwähnt, dass es trotzdem ein großartiges Spiel der Spanier war/ist.
90' + 4' Hätte es vernünftigerweise zwei Minuten Nachspielzeit gegeben, wäre dieser Treffer auch noch gefallen. Nur zur Information. Und die 1000 Pässe sind mittlerweile auch schon gespielt. Nächstes Ziel 1100.
Álvaro Morata
Tor
Spanien
90' + 2' Tooor! SPANIEN - Costa Rica 7:0. Da, trifft er doch noch, der Morata, hat er sich auch verdient. Spielt da am Strafraum einen Doppelpass mit Olmo, läuft alleine auf Navas zu und versenkt eiskalt. Hatte erstmals hier auch wirklich einen guten Winkel. Nach dem 991. Pass der Spanier in dieser Partie.
Dani Olmo
Assist
Spanien
90' + 2' Vorlage Daniel Olmo Carvajal
90' + 1' Acht Meter, acht Minuten, das passt doch irgendwie. Den Würfel hätte ich auch gerne, mit dem in Katar die Nachspielzeiten ausgewürfelt werden. Das ist ja gnadenlos.
Carlos Soler
Tor
Spanien
90' Tooor! SPANIEN - Costa Rica 6:0. Hatten die Spanier nicht ganz unerwartet doch noch einen im Köcher. Nico Williams zieht auf rechts den Sprint an, spielt scharf quer, Navas kommt aus dem Kasten, fängt den Ball ab, legt ihn aber unfreiwillig Soler auf den Fuß, der hat dann aus gut acht Metern die freie Auswahl.
88' Hin und her wandert der Ball vor dem Strafraum, bis Olmo mit einem Steckpass Morata sucht. Der Pass ist einen Tick zu scharf, Morata bleibt einfach weg, als Navas ihm entgegenkommt. Beim Spielstand von 0:0 wäre das vielleicht anders gelaufen. Aber so ist das einfach auch nur ausgesprochen fair.
87' Und die spannende Frage ist natürlich auch, ob die Spanier noch auf 1000 Pässe kommen, fehlen auch nur noch 40.
85' Gibts noch einen sechsten Treffer? Nicht unwahrscheinlich. Aber auch ohne den ist dies bereits der höchste Sieg beim laufenden Turnier. Regulär sinds noch fünf Minuten, mit Katarbonus wahrscheinlich zehn. Da ist noch alles möglich.
R. Matarrita
B. Oviedo
Costa Rica
82' Noch ein Wechsel in der Abwehr von Costa Rica. Oviedo weicht für Matarrita. Wird jetzt auch nicht mehr den Unterschied machen.
82' Was haben wir noch? Einen Steckpass von Koke auf Morata, der frei im Strafraum an Navas scheitert. Morata hätte sich auch längst einen Treffer verdient, dieser hier hätte allerdings nicht gezählt, weil eine klare Abseitsposition vorlag.
80' Da fehlte nicht viel zum 6:0. Wieder rollt Spanien an, Williams am Ende mit einem Dribbling in den Strafraum und dem Querpass Richtung Morata. Der hätte nur noch einschieben müssen, wenn Fuller nicht im letzten Moment noch einen Fuß dazwischen bekommen hätte.
77' Wenns um den schönsten Treffer dieser Partie geht, war dieser sicherlich gleichauf mit dem von Olmo beim 1:0. Technisch waren beide Tore Meisterleistungen.
Gavi
Tor
Spanien
74' Tooor! SPANIEN - Costa Rica 5:0 Balde läuft auf links aus dem Mittelfeld an, spielt einen guten Steckpass auf Morata. Navas kommt aus dem Kasten, Morata wird abgedrängt, bleibt aber in der Situation und schlenzt den Ball dann von der Grundlinie an die Strafraumgrenze. Dort läuft Gavi ein, nimmt den Ball im Augenblick, als der runterkommt, mit dem Außenrist direkt, über den rechten Innenpfosten fällt der Ball dann auch noch rein. Navas ohne jegliche Abwehrchance.
Álvaro Morata
Assist
Spanien
74' Vorlage Álvaro Borja Morata Martín
74' Wir warten übrigens auch nach 74 Minuten noch auf den ersten Torabschluss des Außenseiters.
B. Aguilera
C. Borges
Costa Rica
72' Und es kommen noch mehr. Im Mittelfeld ersetzt Aguilera gerade Borges. Und weil Ihnen die Namen wahrscheinlich nicht geläufig sind, ahnen Sie auch schon, dass Costa Rica gerade gewechselt hat.
72' Gute 70 Minuten sind gespielt, es sieht gerade nicht so aus, als könnte noch viel passieren. Plätschert gerade so ein wenig. Liegt natürlich auch an den vielen Wechseln in den letzten Minuten.
Nico Williams
Marco Asensio
Spanien
69' Nächster Wechsel bei Spanien, auch Asensio hat früher Schluss, Nico Williams, dessen Bruder Inaki bei dieser WM für Ghana startet, bekommt auch noch ein paar Einsatzminuten. Beide spielen in Spanien für Athletic Bilbao.
F. Calvo
Gelbe Karte
Costa Rica
68' Calvo übertreibt es beim Einsatz gegen Soler, geht da mit offener Sohle rein. Hätte er sich bei diesem Spielstand auch sparen können. So kassiert er die erste Verwarnung der Partie.
68' Da fehlen den Spaniern plötzlich 18 Jahre Fußballerfahrung.
Koke
Sergio Busquets
Spanien
64' Und Busquets macht für Koke Platz.
Alejandro Balde
Jordi Alba
Spanien
64' Jetzt verjüngt Luis Enrique sein Team drastisch: Jordi Alba weicht für Balde.
63' Jetzt wird Morata mit einem Steilpass aus dem rechten Mittelfeld in die Tiefe geschickt, Gavi hat eben ein Auge für sowas, aber der Angreifer gerät dabei etwas zu weit nach außen und trifft nur ans Außennetz.
B. Ruiz
J. Bennette
Costa Rica
61' Und Ruiz ersetzt Benette. Eher einer fürs Mittelfeld.
Á. Zamora
A. Contreras
Costa Rica
61' Jetzt wechselt auch Costa Rica doppelt. Contreras geht, Zamora kommt. Ein Offensivwechsel.
60' Ob das schon der letzte Treffer war? Eher unwahrscheinlich, Spanien hält zunächst die Intensität weiter hoch. Costa Rica macht weiter keinen Stich.
Carlos Soler
Pedri
Spanien
57' Und für Pedri kommt Soler ins Spiel. Luis Enrique kann es sich zu einem frühen Zeitpunkt schon leisten, Kräfte zu schonen.
Álvaro Morata
Ferran Torres
Spanien
57' Unmittelbar darauf folgt ein Doppelwechsel bei Spanien. Mit Morata kommt jetzt ein "echter Strafraumstürmer" für Doppeltorschütze Torres.
Ferran Torres
Tor
Spanien
54' Tooor! SPANIEN - Costa Rica 4:0. Versprechen eingelöst. Und so einfach! Gavi steckt von rechts auf Torres durch, der dann einen Verteidiger vor sich hat, mit etwas Glück des Tüchtigen in Ballbesitz bleibt. Vor ihm steht Navas, um ihn herum noch zwei Verteidiger, als schießt er flach aus der Drehung aus acht Metern. 4:0.
53' Nächster Anlauf, ein feines Zusammenspiel von Asensio und Olmo auf der rechten Strafraumseite, diesmal bringt Olmo den Ball scharf von der Grundlinie in den Torraum, auch der wird wieder geblockt. Was wir sehen, die Spanier haben weiter überhaupt kein Problem, sich in die Gefahrenzone zu spielen, auch wenn gerade die letzten Pässe nicht ankommen. Aber wenn das so weiter geht, dauert das auch nicht mehr lange bis zum 4:0. Versprochen.
52' Jordi Alba leitet ein, über Asensio und Gavi landet der Ball auf rechts am Strafraum bei Torres, dessen scharfe und flache Hereingabe vor dem Tor geblockt wird. Aber auch in der Folge kann sich Costa Rica nicht aus der Abwehr lösen.
51' Aber man kann sich schon auch vorstellen, dass Luis Enrique vielleicht noch ein wenig im Angriff etwas variiert, einen Ansu Fati würde man heute schon ganz gerne noch erleben.
49' Sieht in den ersten Momenten so aus, als stünden die Spanier hier nun etwas tiefer, was Costa Rica etwas mehr Luf zum Atmen gibt. Aber es kann auch einfach sein, dass der Favorit jetzt einfach mal ein paar Umschaltmöglichkeiten austesten will.
48' Und so gehts los. Azpilicueta marschiert über 40 Meter rechts durchs Mittelfeld, legt an der Strafraumgrenze für Asensio auf, der aus 18 Metern draufhält, aber die Kugel deutlich über den Kasten jagt.
47' Die Spanier ohne Wechsel, wozu auch?
46' Es geht weiter.
K. Waston
C. Martínez
Costa Rica
46' Einen Wechsel gibts bei Costa Rica. Martinez ist vom Feld, spielte in der Viererkette auf rechts, dafür hat nun Waston übernommen.
Schauen wir auf ein paar Zahlen: 85 Prozent Ballbesitz, mehr geht ja kaum, wenn der Gegner ab und zu Anstoß hat. Dazu kommen 7:0 Abschlüsse, drei Bälle brachten die Spanier aufs Tor, alle führten zu Treffern. Die Spanier haben mehr Pässe in der gegnerischen Hälfte gespielt (291) als die Costa Ricaner insgesamt (101). Zum Vergleich: Jordi Alba hatte 95 Ballkontakte!
Das war makellos und ein perfekter Auftakt bislang für die Mannschaft von Luis Enrique. Spanien ist in allen Belangen überlegen, alle drei "Stürmer" haben schon getroffen, so einen Einstand wünscht sich jeder Coach. Die erste Spielhälfte offenbarte einen Klassenunterschied. Costa Rica blieb gänzlich ohne Abschluss. Spanien wie aus einem Guss.
45' + 6' Dann ist Pause.
45' + 5' Eine Chance gibts dann doch noch vor dem Pausenpfiff. Da rollen die Spanier wieder durch die Mitte an, Pedri in die Tiefe auf Asensio, der in den Strafraum geht und beim Versuch aus spitzem Winkel im letzten Moment noch geblockt wird. So wirds vorerst nichts mit dem 4:0.
45' + 3' Ein Grund könnte sein, damit Spanien den Ballbesitz noch auf 90 Prozent schraubt. Das scheinen die Iberer gerade anzustreben. Passiert aber nicht viel bei den Ballstafetten im Mittelfeld.
45' + 1' Fünf Minuten Nachspielzeit werden angezeigt. Warum auch immer. Einfach aus Prinzip wahrscheinlich.
45' Die Partie mit einem ersten kleinen Durchhänger, durchaus auf hohem Niveau. Weil die Spanier das Spielgeschehen weiter diktieren, aber gerade nicht unbedingt auf das 4:0 drücken.
42' Kurz vor der Pause lassen die Spanier die Zügel ein bisschen schleifen, diese maßlose Dominanz der ersten 30 Minuten ist dahin, auch wenn Spanien natürlich immer noch klar tonangebend ist. Aber der ganz große Druck ist natürlich von den Spaniern gewichen. Nach einem Ausrutscher gegen den Außenseiter sieht das hier nicht mehr aus.
40' Diese letzten Minuten haben auch ein bisschen was mit der Ballbesitzstatistik getan, die Spanier nur noch mit knapp 78 Prozent, einen ähnlichen Wert hatte übrigens die DFB-Auswahl nach dem Spiel gegen Japan. So unterschiedlich kann das laufen.
38' Nach knapp 40 Minuten hat sich Spanien jetzt sogar etwas zurückgezogen, lässt den Außenseiter ein wenig im Mittelfeld machen. So gibts erste Strafraumbesuche des Balls im Sechzehner von Simon, der aber bisher immer noch nicht eingreifen musste. Das ist nur gefällig, wenn die Spanier es zulassen.
35' Jordi Alba mit dem langen Ball auf Olmo, Garcia kann folgen und sogar die Hereingabe von der Grundlinie verhindern. Einen Eckstoß gibts dann aber am Ende nicht, weil Olmo aus dem Abseits gestartet war. Erwähnenswert ist diese Situation eher, weil sich da eigentlich erstmals in dieser Partie eine Umschaltmöglichkeit für die Spanier ergab. Normalerweise sind die Wege zum Tor von Costa Rica nämlich eher kurz.
33' Einer der seltenen Vorstöße von Costa Rica (war der dritte) bringt immerhin einen Freistoß von der rechten Strafraumseite ein. Borges führt aus, aber mehr wird es dann nicht, weil die Situation früh in eine Abseitsposition mündet.
32' Abschlussschwäche, haha, sagt man, sei das große Problem der Mannschaft von Luis Enrique. Das ist dann aber eine Art Abschlussschwäche, die man bei der DFB-Auswahl auch gerne hätte.
Ferran Torres
Elfmetertor
Spanien
31' Tooor! SPANIEN - Costa Rica 3:0. Ferran Torres wartet, bis Navas sich für die rechte Ecke entschieden, dann schiebt er den Ball flach mittig ein.
29' Elfmeter für Spanien, Alba wird im Strafraum zu Fall gebracht. Duarte im Zweikampf mit dem Tritt in die Hacke des Verteidigers, der bisher noch nicht verteidigen musste.
27' Nochmal ein paar Zahlen. Ballbesitz Spanien 86 Prozent (300 gespielte Pässe nach 25 Minuten!), 6:0 Abschlüsse. Die Defensive der Iberer war noch überhaupt nicht gefordert. Stellt sich eigentlich nur noch die Frage nach der Höhe des Sieges. Für Menschen, die sich bei Tippspielen engagieren, durchaus eine relevante Frage.
25' Man kann es nicht anders sagen, aber in dieser Form der Spanier wirkt Costa Rica doch deutlich überfordert.
Marco Asensio
Tor
Spanien
21' Tooor! SPANIEN - Costa Rica 2:0. Dafür sitzt der nächste Angriff der Spanier. Tja, da wäre eine Fünferkette besser gewesen. Die Viererkette steht eng zusammen, so hat Jordi Alba auf links viel Platz, als der öffnende Pass von Busquets aus dem Mittelkreis kommt. Die flache Hereingabe an den Torraum steckt Asensio dann aus kurzer Distanz an Navas vorbei.
Jordi Alba
Assist
Spanien
21' Vorlage Jordi Alba Ramos
20' Dauerte gerade ein bisschen lange. Costa Rica erstmals mit einem ernsthaften Besuch in der gegnerischen Hälfte. Doch in die Tiefe schafft es der Außenseiter nicht. Das sind ein paar ganz gefällige Passstafetten, aber interessant wird die Situation erst nach einem Ballverlust. Den Konter brechen die Spanier über Olmo jedoch frühzeitig ab.
17' Angekündigt war die taktische Formation der Costa Ricaner als 5-4-1. Auf dem Feld sortiert sich das mittlerweile doch eher in Richtung eines 4-4-2.
16' Ein xG-Wert von 1,1 nach einer Viertelstunde für Spanien. Diesen Wert hatten wir bei der laufenden WM aber auch noch nicht so häufig.
14' Großartiger Auftakt für den neuen alleinigen Gruppenfavoriten. Von der ersten Sekunde an übernahmen die Spanier die Kontrolle, erarbeiteten früh zwei gute Möglichkeiten und die dritte passte dann bereits. Und diese frühe Führung macht die Beine sicherlich nicht schwerer.
Dani Olmo
Tor
Spanien
11' Tooor! SPANIEN - Costa Rica 1:0. Das ging dann doch schneller als erwartet. Olmo auf Gavi am Strafraum, geht sofort tief. Gavi hebt den Ball dann aus dem Fußgelenk auf den eingelaufenen Leipziger, der die Kugel mit dem Rücken zum Tor runternimmt und dann frei vor Navas eiskalt mit einem Lupfer zuschlägt.
10' Über den Spielaufbau der Spanier müssen wir bisher gar nicht reden. Eher darüber, wie sie den Ball vor dem Strafraum laufen lassen. Geduldig, aber nicht ZU geduldig, wenn die Tiefenläufe kommen mit hoher Frequenz. SO scheint es nur eine Frage der Zeit, bis der Favorit hier in Fünrung geht.
9' Alles spielt sich vor dem Strafraum von Costa Rica ab. Pedri läuft den Sechzehner zentral an, steckt auf Asensio durch, der sofort abschließt. Vor der Strafraumgrenze verfehlt er nur um Zentimeter. Allerdings wäre Navas in diesem Falle wohl rechtzeitig im bedrohten Eck gewesen.
8' Sind keine zehn Minuten gespielt, und was sich jetzt schon festhalten lässt: Die Spanier haben keine Mühe, hinter die letzte Kette zu kommen. Costa Rica bleibt sehr passiv, hat überhaupt keinen Zugriff. Der spanische Ballbesitz liegt bei fast 90 Prozent.
5' Fein gespielt. Busquets baut durchs Zentrum auf, über Torres und Asensio gehts über die linke Seite, dann zirkelt Pedri einen wunderbaren Ball hinter die Kette auf den einlaufenden Olmo, der aus spitzem Winkel mit seiner Direktabnahme knapp scheitert! Der Ball rollt um Zentimeter am langen Pfosten vorbei.
3' Aus der eigenen Spielhälfte kommt Costa Rica in den ersten drei Minuten nicht. Aber das wäre ohne Ball auch völlig überflüssig.
3' Die richtet kein Unheil an, das bekommen die Zentralamerikaner gut geklärt, sie befreien sich und Spanien unternimmt den nächsten Anlauf.
1' Von der ersten Sekunde an beginnt die spanische Ballmühle zu mahlen. Wird ein langer Abend für Costa Rica. Gavi mit dem ersten tiefen Pass, Torres wird vor der Grundlinie von Oviedo abgefangen, es gibt die erste Ecke.
1' In Costa Rica steht jetzt das Land still, Unterricht findet nicht statt, Verkehr wie an einem autofreien Sonntag, gebannt starrt man nun nach Katar. Los gehts.
Noch ein kurzer Kommentar zu den Aufstellung: Costa Rica läuft mit einer ausgesprochen defensiven Formation auf - es gibt Fünferketten und Fünferketten. Dies ist eindeutig eine Fünferkette der defensiveren Art mit fünf gelernten Verteidigern. Da hat sich jemand ensprechend auf viel Ballbesitz des Gegners eingestellt. Unvernünftig wirkt das nicht.
Ein Blick auf das Schiedsrichtergespann, das bei dieser Partie aus den Vereinigen Arabischen Emiraten kommt. Leitender Offizieller ist Mohammed Abdulla Hassan Mohamed, seine Assistenten sind Mohamed Al Hammadi und Hasan Al Mahri. Der vierte Offizielle, Ning Ma, kommt aus China.
Gespielt wird im Al Thumama Stadium zu Doha. In diesem Stadion gabs am Montag bereits die Partie zwischen dem Senegal und der Niederlande.
Ein Pflichtspiel, wenig überrachend bei einer WM, wenn Teams von unterschiedlichen Kontinenten aufeinandertreffen, gabs zwischen beiden Teams noch nie. Indes hat man aber schon ein paar Mal gegeneinander getestet, das letzte Aufeinandertreffen liegt auch schon fünf Jahre zurück. Es endete 5:0 für Spanien. Von den Torschützen von damals sind heute bei den Spaniern immerhin noch Morata und Jordi Alba im Kader, letzterer steht heute auch in der Startelf.
Bei den Zentralamerikanern bringt Coach Suarez eindeutig die meiste WM-Erfahrung mit, bei einem insgesamt sehr jungen Team allerdings auch keine fürcherliche Überraschung. Er ist nämlich bereits zum dritten Mal bei einer Weltmeisterschaft dabei. 2006 betreute er noch die Elf von Ecuador (Achtelfinale), acht Jahre später war er mit Honduras in Brasilien mit dabei.
Die Spanier galten neben der DFB-Auswahl natürlich als das Team, das für den Gruppensieg favorisiert ist. Das mag sich nach der Auftaktniederlage der DFB-Elf aber schon verändert haben. Die spanische Auswahl kann als eine im Umbruch betrachtet werden, mit Pedri, Gavi und Ansu Fati verfügt man über Spieler, die zu absoluten Stars dieser Weltmeisterschaft werden könnten. Die alte Garde verabschiedet sich langsam, auch wenn mit Busquets und Jordi Alba oder auch Azpilicueta auch noch alte Recken dabei sind.
Da war der Weg der Mannschaft aus Costa Rica ein klein wenig komplizierter. Die direkte Qualifikation verpassten die Mittelamerikaner nämlich. Hinter Kanada, Mexiko und den USA reichte es in der Qualifikation der CONCACAF nur für Platz vier, also muss noch ein Playoff-Spiel gegen den Sieger der Ozeanien-Gruppe her. Das Match gewann Costa Rica 1:0 gegen Neuseeland und qualifizierte sich so am 14.6.2022 als letzte Mannschaft für das WM-Turnier.
Schauen wir zunächst auf den Weg, der die beiden Teams nach Katar führte. Der der spanischen Elf war ein direkter. In einer Qualifikationsgruppe mit Schweden, Griechenland, Georgien und dem Kosovo setzten sich die Iberer als Gruppensieger durch.
Der letzte Testspielgegner Costa Ricas war da schon von anderem Kaliber. 2:0 setzten sich Los Ticos gegen Nigeria durch. Das Team besteht überwiegend aus Spielern, die im Heimatland bzw. der Region aktiv sind. Lediglich vier Akteure haben es nach Europa geschafft. Aber ein Keylor Navas (Real Madrid, aktuell PSG) dürfte natürlich jedem bekannt sein. Auch Suarez hat nach dem letzten Test gründlich durchgemischt, sieben Veränderungen gibts, so kehrt unter anderem Navas zwischen die Pfosten zurück. Die Zentralamerikaner laufen in einem 5-4-1 auf.
Costa Ricas Coach Luis Fernando Suarez hat sich für diese Startelf von "Los Ticos" entschieden: Navas - Oviedo, Calvo, Duarte, Fuller, Martinez - Bennette, Tejeda, Borges, Campbell - Contreras.
Mit der Elf, mit der die Iberer im letzten Test gegen Jordanien (3:1) aufliefen, hat dies nicht mehr viel zu tun. Lediglich Laporte, Gavi und Asensio sind nämlich von diesem Test übriggeblieben. Luis Enrique setzt wie gewohnt auf ein 4-3-3.
So läuft "La Furia Roja" von Luis Enrique auf: Simon - Jordi Alba, Laporte, Rodri, Azpilicueta - Pedri, Busquets, Gavi - Dani Olmo, Asensio, Ferran Torres.
Man spricht Spanisch. Und das hat auch seinen Grund. Das erste Aufeinandertreffen zwischen Spanien und Costa Rica gabs bereits 1502, als Kolumbus im Auftrag der spanischen Krone an Costa Ricas Küste landete. Nur spielte der Ball dabei noch keine Rolle. Schauen wir auf die Aufstellungen ...
Herzlich willkommen bei der WM 2022 in Katar zur Begegnung der Gruppe E zwischen Spanien und Costa Rica.