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WM 2022, Kader: Darum sind diesmal 26 statt 23 Spieler dabei

13:20 MEZ 14.11.22
Mbappe 2022-23
Die Weltmeisterschaft in Katar steht vor der Tür und die Trainer pfeilen an ihren Teams. Neu ist: Es dürfen 26 statt 23 Spieler nominiert werden.

Ein weiterer Vier-Jahres-Zyklus ist fast vorbei. Die verschiedenen Nationen sind für die Weltmeisterschaft in Katar bereit, lediglich die Trainer müssen noch die vorläufigen Kader nominieren.

Neu bei der diesjährigen WM ist jedoch, dass Hansi Flick, Louis van Gaal und Co. 26 Spieler mit zur Endrunde nehmen dürfen, bei den vorherigen Turnieren waren es lediglich 23. Was ist der Grund für die Ausweitung des Aufgebots?

Ihr wollt erfahren, warum die Nationaltrainer in diesem Jahr ein stolzes Aufgebot von 26 Spielern nominieren dürfen? GOAL liefert Euch dazu alle Informationen.

WM 2022: Wann wird der Kader von Deutschland bekannt gegeben?

Bis wann muss Hansi Flick also seine 26 Spieler nominieren? Bis zum 21. Oktober musste der Nationaltrainer eine 55-Mann-Liste der FIFA melden, diese wurde von der Bild bereits veröffentlicht.

Dementsprechend muss Flick anschließend noch das Aufgebot halbieren. Auch hier gibt es bereits ein konkretes Datum: Der Bundestrainer wird am 10. November den Kader für die Weltmeisterschaft veröffentlichen, wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) im Rahmen einer WM-Informationsveranstaltung mitteilte.

Ein offizielles Datum für alle Nationen gibt es somit nicht, so hat Bondscoach Louis van Gaal seinen vorläufigen WM-Kader bereits frühzeitig verkündet.

WM 2022: Wie viele Spieler dürfen im Kader stehen?

Im endgültigen Kader für die WM sind 26 Spieler erlaubt. In den vergangenen Jahren durften die Trainer lediglich 23 Profis nominieren.
Woran liegt es also, dass man in diesem Jahr gleich drei Spieler mehr mit zum Turnier nehmen darf?

WM 2022, Kader: Darum sind diesmal 26 statt 23 Spieler dabei

Gründe dafür sind die hohen Belastungen der Spieler ob des straffen Terminplans sowie die durch Corona erhöhte Gefahr von mehreren personellen Ausfällen gleichzeitig.

Vor allem der ungewöhnliche Zeitpunkt der umstrittenen WM ist ein Grund für die Aufstockung, da zahlreiche Spieler bereits gleich nach dem Turnier wieder für ihre Vereinen auf dem Platz stehen müssen.

Aber auch die möglichen coronabedingten Ausfälle sollen dadurch aufgefangen werden, dass man insgesamt 26 Spieler mit nach Katar nehmen darf. Auch Bundestrainer Hansi Flick hatte sich zuvor für einen größeren Kader ausgesprochen.

Die Trainer müssen jedoch nicht 26 Spieler in den Kader berufen. Es gilt ein Minimum von 23 und ein Maximum von 26 Spielern.

WM 2022, Kader: Vorläufige Liste mit 55 statt 35 Spielern

Diese Neuerung hat auch die Voraussetzungen für die vorläufige Nominierungsliste beeinflusst. So standen normalerweise nur 35 Spieler auf ebenjener Short-List, in diesem Jahr dürfen die Coaches aber gleich 55 Spieler hier aufnehmen.

Auf der Liste von Hansi Flick waren dabei durchaus ein paar Überraschungen dabei.

Den endgültigen WM-Kader Deutschlands könnt Ihr Euch hier ansehen.

WM 2022 mit 26 statt 23 Spielern im Kader: Die DFB-Elf vor Turnierstart

Hansi Flick checkte für die WM-Mission ganz vorbildlich als Erster ein. Bereits am späten Nachmittag schlenderte der Bundestrainer durch die Lobby des Hilton Airport Hotel in Frankfurt, unter dem Arm immer eine Aktentasche - womöglich mit seinem Masterplan für den fünften Stern. Auf seine Spieler musste der Chef dann doch etwas länger warten, fast bis Mitternacht trudelten seine Auserwählten für das Wüstenabenteuer ein.

Denn der Bayern-Block um Serge Gnabry, Jamal Musiala, Leroy Sane und Thomas Müller gönnte sich beispielsweise in der Münchner Arena noch das NFL-Spektakel mit Tom Brady, Mario Götze und Co. glänzten nach Ankunft des Bundestrainers gar noch selbst auf dem Rasen. Doch die Erkenntnisse des letzten Bundesliga-Wochenendes waren für Flick beruhigend - die Form passt bei einem Großteil des Teams.

"Ich sehe keine Nation, die uns meilenweit voraus wäre", sagte auch Ilkay Gündogan voller Selbstbewusstsein. Es gebe zwar Mannschaften, die individuell auf einzelnen Positionen vielleicht besser besetzt seien, "aber zuletzt hat immer die Nation den Titel geholt, die als Mannschaft funktioniert hat", meinte Gündogan. Daher sei definitiv zu erwarten, "dass wir ein sehr gutes Turnier spielen".

Der starke Bayern-Block um Kapitän Manuel Neuer, den derzeit überragenden Musiala und den treffsicheren Gnabry wird das Gerüst des viermaligen Weltmeisters bilden. "Wir wollen diesen Schwung aus dem Verein mit in die Mannschaft bringen. Das ist wichtig, damit wir mit einem guten Gefühl auf dem Platz stehen", sagte Neuer nach dem souveränen 2:0-Erfolg bei Schalke 04.

Viel Zeit um in WM-Stimmung zu kommen, bleibt der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nicht. Schon am Montagmittag hebt in Frankfurt der Flieger Richtung Maskat/Oman ab - übrigens mit einer klaren Botschaft an den WM-Gastgeber: "Diversity Wins", steht auf der Lufthansa-Maschine, Vielfalt gewinnt.

Bei der Generalprobe für das umstrittene Turnier am Mittwoch (18.00 Uhr/RTL) gegen Oman werde es dann "wichtig sein, dass wir uns die Sicherheit holen", sagte Neuer und gab die Richtung für die nächsten Wochen bis zum ersehnten Endspiel am vierten Advent in Doha vor: "Unser Ziel ist es natürlich, Weltmeister zu werden."

Da ist es hilfreich, dass am Wochenende nach den Ausfällen von Timo Werner, Marco Reus, Florian Wirtz, Lukas Nmecha und Florian Neuhaus erst einmal keine weiteren Verletzten dazu gekommen sind. Doch einige Stars mussten noch ihren Frust verarbeiten. "Bis Sonntagabend zur Anreise bin ich extrem angekotzt, aber du musst den Schalter finden", sagte Brandt nach der Niederlage von Borussia Dortmund in Mönchengladbach (2:4).

Das WM-Fieber ist langsam messbar. "Wir haben ein besonderes Ereignis vor der Brust, auf das ich mich riesig freue", sagte Debütant Niclas Füllkrug.

Flick muss nun bis zum Auftaktspiel am 23. November im Khalifa International Stadium gegen Japan eine schlagkräftige Truppe formen. Da kommt es dem Bundestrainer gelegen, dass die zwischenzeitlich schwächelnden Bayern rechtzeitig zum Jahreshöhepunkt mit zehn Pflichtspielsiegen in Serie wieder in bester Verfassung sind.

"Die Bayern-Spieler sind in einer guten Form", stellte Flick zufrieden fest, betonte aber gleichzeitig: "Wir brauchen alle." (SID)