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WM 2022: Ausraster könnte Uruguay-Star José María Gimenéz 15 Spiele Sperre einbringen

13:26 MEZ 03.12.22
ONLY GERMANY Jose Gimenez Daniel Siebert Uruguay Ghana WC 2022
Die Tumulte nach dem Gruppenspiel gegen Ghana könnten für José María Giménez ein Nachspiel haben.

WAS IST PASSIERT? Uruguays Nationalspieler José María Giménez (27) droht nach seinem Ausraster im Anschluss an das hitzige WM-Duell seiner Mannschaft mit Ghana am Freitag eine lange Sperre. Der Abwehrspieler von Atlético Madrid könnte laut Mundo Deportivo für bis zu 15 Spiele aus dem Verkehr gezogen werden.

WAS IST DER HINTERGRUND? Uruguay schied trotz eines 2:0-Siegs gegen Ghana als Dritter der Gruppe H aus. Den Südamerikanern fehlte ein Tor zum Weiterkommen und weil der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert Uruguay am Ende des Spiels einen Elfmeter verweigerte, war Giménez nach dem Schlusspfiff kaum zu halten. Er fluchte und beleidigte nicht nur in eine TV-Kamera, sondern traf bei einer Rudelbildung auch noch einen FIFA-Offiziellen mit dem Ellenbogen am Kopf.

WAS WURDE GESAGT? Giménez schimpfte deutlich hörbar: "Diese H****söhne sind eine Bande von Dieben. Ja, nehmt das ruhig auf, verdammt nochmal."

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WIE GEHT ES WEITER? Die Beleidigung allein könnte Giménez eine Sperre von drei Partien einbringen. Sollte der Schiedsrichter den Ellenbogenschlag in seinen Spielbericht aufnehmen oder ein Sonderbericht angefertigt werden, könnte dies als tätlicher Angriff gewertet werden. In dem Fall wäre eine Sperre von 15 Spielen oder für einen "angemessenen Zeitraum" möglich. Ob die Sperre dann nur für Länderspiele gelten oder auf Klubebene ausgeweitet würde, ist unklar.

Ein Beispiel in einem ähnlichen Fall war Giménez' Nationalmannschaftskamerad Luis Suárez, der nach seinem Ausraster bei der WM 2014 für drei Monate von allen fußballerischen Aktivitäten ausgeschlossen wurde und damit weder für Uruguay noch für den FC Barcelona auflaufen durfte.