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Kamerun

Kamerun-Eklat! 21 von 30 Spielern wegen Altersbetrugs rausgeworfen

18:38 MEZ 02.01.23
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Mehr als zwei Drittel der Spieler in Kameruns U17-Kader haben beim Alter gemogelt. Ein Röntgentest entlarvte sie.

WAS IST PASSIERT? Kameruns Verband (FECAFOOT) hat 21 von 30 Spielern aus dem Kader für die anstehenden Qualifikationspartien für den U17-Afrika-Cup gestrichen. Die betroffenen Spieler sind durch den obligatorischen Alterstest gerasselt und daher auf keinen Fall beim Kontinentalturnier dabei. Das teilte der kamerunische Verband in einem offiziellen Statement mit. Man arbeite nun daran, den Kader entsprechend aufzufüllen.

WAS WURDE GESAGT? In der Mitteilung heißt es: "Im Rahmen der Vorbereitungen für das UNIFFAC-Turnier in Limbe 2023, der Qualifikation für die nächste Afrikanische U17-Meisterschaft, haben 21 der 30 Spieler, die sich derzeit im Training befinden, die MRT-Tests nicht bestanden. Sie wurden sofort aus der Gruppe ausgeschlossen."

Die Maßnahme sei auf "strikte Anweisung" von FECAFOOT-Präsident Samuel Eto'o getroffen worden. Altersmanipulationen hätte in der Vergangenheit "das Image des Spitzenverbandes des kamerunischen Fußballs geschädigt".

WAS IST DER HINTERGRUND? Um Altersbetrug aufzudecken wurden standardmäßig Röntgenaufnahmen der Hüftknochen aller Spieler gemacht und anhand dieser Aufnahmen ihr Alter bestimmt. Nur neun Kameruner bestanden den Test. 70 Prozent der Junioren-Nationalspieler dagegen waren so alt, dass sie nicht mehr für die U17 spielberechtigt waren.