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Fix! Ralf Rangnick wird Nationaltrainer Österreichs

12:48 MESZ 29.04.22
GERMANY ONLY Ralf Rangnick
Ralf Rangnick wird neuer Nationaltrainer Österreichs und beerbt damit Franco Foda. Dies gab der ÖFB am Freitag offiziell bekannt.

Lange wurde über den vakanten Posten spekuliert, jetzt ist es offiziell: Ralf Rangnick folgt auf Franco Foda und wird neuer Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft. Das vermeldete der ÖFB am Freitag.

Der Vertrag läuft vorerst über zwei Jahre, bei einer erfolgreichen Qualifikation für die UEFA EURO 2024 in Deutschland verlängert sich die Zusammenarbeit automatisch um zwei weitere Jahre bis zur WM 2026 in den USA.

"Wir freuen uns sehr, dass wir mit Ralf Rangnick einen herausragenden Experten im internationalen Fußball als Teamchef gewinnen konnten. Wir sind alle davon überzeugt, dass er der ideale Mann ist und mit seinen Visionen das Nationalteam und den ÖFB voranbringen wird", erklärte ÖFB-Präsident Gerhard Milletich.

"Es ist eine Ehre für mich, die Aufgabe als Teamchef zu übernehmen. Mit großer Vorfreude erfüllt mich insbesondere die Aussicht, mit einer jungen, erfolgshungrigen Mannschaft die Europameisterschaft in Deutschland zu bestreiten", ergänzte Rangnick, der Lars Kornetka als Assistenztrainer mit zum ÖFB bringt.

Mit einem 2:2-Unentschieden gegen Schottland verabschiedete sich Ex-Teamchef Foda. Rund einen Monat wurde nach einem Nachfolger gefahndet, Namen wie Vladimir Petkovic, Andreas Herzog, Niko Kovac oder Peter Stöger fielen.

Die Wahl ist nun überraschend auf Rangnick gefallen. Schon Anfang April wurde der 63-Jährige mit dem ÖFB-Job in Verbindung gebracht, der Verband dementierte damals aber schnell und vehement - ein Bluff.

Ralf Rangnick bleibt wohl Manchester-United-Berater

Am Donnerstag holte der Deutsche mit Manchester United ein 1:1-Unentschieden gegen den FC Chelsea - bis Saisonende wird er die Red Devils noch als Cheftrainer betreuen und dann von Erik ten Hag abgelöst. Das letzte Ligaspiel steigt am 22. Mai gegen Crystal Palace.

Doch ganz kappen wird er seine Verbindungen nach Manchester wohl nicht. “Ich werde definitiv in meiner beratenden Funktion bleiben. Das würde Raum für einen anderen Job lassen", erklärte der Schwabe am Donnerstag.

Pressing-Fußball nun auch für den ÖFB?

Rangnick ist in Österreich kein Unbekannter. Als Sportdirektor von Red Bull Salzburg brachte er zwischen 2012 und 2015 das damals wenig effiziente Projekt auf Schiene. Anschließend übersiedelte er nach Deutschland, um erst Sportdirektor und später Cheftrainer von RB Leipzig zu werden.

In seiner langen Karriere coachte er unter anderem auch Schalke 04, den VfB Stuttgart und nun Manchester United. Mit seiner von aggressivem Pressing geprägten Spielphilosophie soll Rangnick das beste aus zahlreichen Spielern der Red-Bull-Schule herausholen.