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Doppeladler Jubel von Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka: Was steckt dahinter?

09:57 MEZ 02.12.22
Granit Xhaka Switzerland Serbia World Cup 2018
Die Schweiz und Serbien treffen bei der WM erneut aufeinander. Auch die Jubelpose von Shaqiri und Xhaka könnte dabei Schlagzeilen machen.

In WM-Gruppe G könnte man meinen, die Partien mit brasilianischer Beteiligung werden am meisten für Furore sorgen. Das Duell zwischen Serbien und der Schweiz hat jedoch eine enorm emotionale Vorgeschichte. Der Grund: Der Doppeladler-Jubel von Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka.

Diesen zelebrierten die beiden Leistungsträger bereits vor vier Jahren, als es zu ebenjenem Duell bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland kam. Was steckt also hinter dem Jubel? Und wieso könnte es nach dem Spiel erneut zum Streitthema werden? GOAL erklärt alles rund um den Torjubel und die Vorgeschichte.

WM 2022 heute live: Wann treffen Serbien und die Schweiz aufeinander?

Am 3. Spieltag kommt es in der Gruppe G zu der Begegnung Serbien gegen die Schweiz. Die beiden Teams treffen am 2. Dezember um 20 Uhr aufeinander.

Anschließend wird man mehr Klarheit haben, welche Teams hier das Achtelfinale erreichen werden. Parallel dazu spielt Kamerun gegen Brasilien, ebenfalls um 20 Uhr.

Doppeladler Jubel von Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka: Was steckt dahinter?

Was steckt also hinter dem Doppeladler-Torjubel von Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri? Beide Spieler haben kosovarische Wurzeln und feiern ihre Tore deshalb mit dem Doppeladler - dem Symbol der albanischen Flagge.

Hintergrund sind die bis heute andauernden Spannungen zwischen Serben und Kosovaren aufgrund des Kosovo-Kriegs von 1998/99. Serbien erkennt den Kosovo bis heute nicht als eigenen Staat an, denn vor dem Krieg war es eine serbische Provinz. Der Doppeladler ist das Nationalflaggensymbol Albaniens.

Weltmeisterschaft 2018: Torjubel von Xhaka und Shaqiri sorgte für heftige Diskussionen

Bereits vor vier Jahren posierten Xhaka und Shaqiri mit dem Doppeladler, anschließend folgten heftige Diskussionen rund um die Aktion der beiden Spieler. "Zu der Aktion von Xhaka und Shaqiri kann ich nur sagen, dass man den Sport nicht mit der Politik mischen sollte, man soll Respekt haben und fair bleiben", erklärte der damalige Schweiz-Trainer Vladimir Petkovic.

"Die Gegner sind mir scheißegal", erklärte Xhaka dann nach der Partie. Er widme den Sieg nur seiner Familie. Shaqiri sagte zur politischen Situation: "Was von serbischer Seite alles geschrieben wurde... Aber es geht hier nicht um Politik, sondern um Fußball."

Schweiz gegen Serbien heute live: Wie ging das Spiel 2018 aus?

Bei der Weltmeisterschaft 2018 ging die Schweiz letzten Endes als Sieger vom Platz. Und es hätte kaum dramatischer sein können: Serbien ging früh mit 1:0 in Führung, in der 52. Minute glich dann Xherdan Shaqiri aus.

Granit Xhaka setzte dann in der 90. Minute den Lucky Punch für die Schweiz - und konnte es sich nicht verkneifen, den Doppeladler-Jubel zu machen. Nun kommt es also zur Neuauflage des Duells.