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Chelsea-Besitzer Roman Abramovich darf wohl nie mehr in Großbritannien wohnen

08:41 MEZ 25.02.22
Roman Abramovich FC Chelsea
Nach der russischen Invasion in der Ukraine muss Chelsea-Besitzer und Putin-Verbündeter Roman Abramovich offenbar Konsequenzen fürchten.

Der russische Besitzer des FC Chelsea Roman Abramovich darf wohl nie mehr in Großbritannien wohnen. Das berichtet die englische Sun.

Der 55-jährige Milliardär nahm 2018 die israelische Staatsbürgerschaft an, mit der er sich theoretisch für sechs Monate in Großbritannien aufhalten dürfte. Einen entsprechenden Antrag zog Abramovich aber im Zuge des mutmaßlichen Nervengas-Anschlags auf Sergei Skripal in Salisbury und darauffolgender Kritik an russischen Oligarchen zurück.

FC Chelsea: Roman Abramovich besuchte seit Monaten kein Spiel

Laut Sun solle die Immigrations-Behörde nun dazu angewiesen worden sein, einem möglichen neuerlichen Antrag Abramovichs nicht stattzugeben. Dies würde bedeuten, dass er nie mehr in Großbritannien leben dürfe. "Jeder Versuch seinerseits wird mit hoher Wahrscheinlichkeit abgelehnt", zitiert die Sun einen Insider. Abramovich soll dem russischen Machthaber Vladimir Putin, dessen Truppen am Donnerstag in die Ukraine vorgedrungen sind, nahestehen.

Abramovich besitzt ein 152 Millionen Pfund teures Anwesen nahe des Kensington Palastes in London. Sein Gesamtvermögen wird auf 8,4 Milliarden Pfund geschätzt. Seit 2003 besitzt er den FC Chelsea, mit dem er 2012 und 2021 die Champions League gewann. Seit Monaten besuchte Abramovich kein Spiel seines Klubs.

Boris Johnson: Chelsea-Besitzer Abramovich "kein Ziel von Maßnahmen"

Am Mittwoch gab es Gerüchte wonach in England die Vermögenswerte von Abramovich und zwei weiteren russischen Oligarchen sowie fünf Banken eingefroren werden sollen. Premierminister Boris Johnson sagte nun aber, dass Abramovich "kein Ziel von Maßnahmen" sei.

Die hochrangige Labour-Abgeordnete Dame Margaret Hodge bezeichnete Abramovich und den ehemaligen Arsenal-Aktionär Alisher Usmanov (68) unterdessen als "Kleptokraten, die das russische Volk bestohlen haben".