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WM Kompakt, 1. Dezember: Szczesny pfeift auf Ehrenschulden - Philosophischer Austausch zwischen Lewandowski und Messi

12:55 MEZ 01.12.22
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Bei der WM war wieder allerhand los. Argentiniens Superstar Lionel Messi war in einige kuriose Geschichten verwickelt. Das WM Kompakt.

Nächster "Skandal" bei der WM 2022 in Katar: Wojciech Szczesny wettet mit Lionel Messi, verliert und will jetzt nicht zahlen! Da wird La Pulga auch der philosophische Austausch mit Robert Lewandowski nicht trösten können.

Und im französischen Fernsehen ging auch einiges schief. Das alles, heute im WM-Kompakt.

  • Wojciech Szczesny Lionel Messi Argentina Polonia Qatar 2022

    WM 2022 in Katar - Wette des Tages: Szczesny vs. Messi

    Was man als Kompakt-Schreiber tunlichst vermeiden sollte? Einen Punkt aufführen, bei dem man mehrfach den Namen "Szczesny" eintippen muss. Doch wir kommen leider nicht umhin, denn der polnische Nationalkeeper (ich benutze einfach Synonyme, genial!) übergeht offensichtlich das gute alte Prinzip "Spielschulden sind Ehrenschulden".

    Gegen den 32-Jährigen wurde in der Partie gegen Argentinien ein recht plumper Elfmeter verhängt, weil er Lionel Messi mit der Faust im Gesicht traf. "Wir haben vor dem Elfmeter gesprochen und ich habe gewettet, dass der Schiedsrichter den Strafstoß nicht geben wird", sagte der Torwart und verriet auch den Wetteinsatz: 100 Euro.

    Der Torhüter von Juventus Turin lag falsch, hielt dafür den Strafstoß - und will jetzt nicht zahlen! "Ich werde ihn nicht bezahlen, er hat genug. Ich weiß nicht, ob so eine Wette bei einer Weltmeisterschaft überhaupt erlaubt ist. Ich werde dafür gesperrt", sagte er mit einem Augenzwinkern dem polnischen Sender TV2.

    GOAL-Tipp: Messi sollte sich bei seinem neuen Kumpel Canelo Álvarez (dazu gleich mehr) melden, um die Schulden einzutreiben!

  • Canelo Alvarez

    WM 2022 in Katar - Rückzieher des Tages: Canelo Álvarez

    "Möge er zu Gott beten, dass er mir nicht begegnet", hatte der mexikanische Boxweltmeister auf Twitter gegen Lionel Messi gemault. Was war geschehen? Ein ähnlicher Nicht-Skandal wie das Bademantel-Gate von Sandro Wagner.

    Messi hatte nach der Partie gegen Mexiko in der Kabine mit seinem Schuh ein mexikanisches Trikot berührt, das auf dem Boden lag - aber vollkommen unbewusst, weil er währenddessen gar nicht nach unten schaute.

    Nun zog Álvarez zurück und will Messi doch nicht aufs Maul hauen: "In den vergangenen Tagen habe ich mich von der Leidenschaft und der Liebe zu meinem Land mitreißen lassen und mich unangebracht geäußert, wofür ich mich bei Messi und dem argentinischen Volk entschuldigen möchte. Jeden Tag lernen wir etwas Neues und dieses Mal war ich an der Reihe", schrieb Álvarez.

    GOAL-Urteil: Albern.

  • Antoine Griezmann offside Tunisia 2022

    WM 2022 in Katar - TV-Sender des Tages: TF1

    Zugegeben, es ging bei dieser Geschichte um den gestrigen Tag, doch wir skandalisieren das jetzt einfach mal weiter, dann gilt die Sache noch. War ja schon ein schwerwiegender Fauxpas, wie der Franzose sagt. Der französische Free-TV-Sender TF1 dachte sich nämlich: Ausgleich, Abpfiff, Werbung. War ja aber nicht, ging ja weiter. Doch das haben die Kollegen nicht bemerkt, also sind sie tatsächlich nach Antoine Griezmanns Last-Second-Ausgleich aus dem Spiel und in die Werbung gegangen.

    "Es tut gut, dass es so endet", bilanzierte Co-Kommentator und Matthäus-Ohrfeiger Bixente Lizarazu. Auch Kommentator Grégoire Margotton war sich sicher: "Und weiter geht's nicht. Der Schiedsrichter befreit alle nach diesem Ausgleich in letzter Sekunde, bei diesem Tor von Antoine Griezmann. Wir kommen natürlich wieder mit allen Reaktionen der Bleus."

    Der französische Boulevard leckte sich vermutlich schon die Finger nach der neuesten "WAS SIE IM TV NICHT SAHEN"-Geschichte, doch das hätte die Kunden von Pay-TV-Sender beIN Sports nicht interessiert. Da lief nämlich die Partie regelkonform weiter.

    Ergebnis: Während der Werbung pfiff der Schiri die Partie nach dem 1:1 wieder an, unterbrach dann, revidierte seine Entscheidung, nahm das 1:1 zurück und pfiff ab. Frankreich legt nun Einspruch ein und TF1 zeigte sich geläutert: "Wir wollen uns dafür entschuldigen, dass wir das Ende dieses Spiels vorweggenommen haben. Und dass wir den französischen Fernsehzuschauern oder den tunesischen Fans das Endergebnis und eine Minute VAR vorenthalten haben. Wir waren wirklich überzeugt, dass der Schiedsrichter abgepfiffen hatte. Das wird nicht noch einmal vorkommen."

  • Lewandowski Messi Poland Argentina

    WM 2022 in Katar - philosophischer Austausch des Tages: Lewandowski und Messi

    Ja, sorry, schon wieder Messi, ich weiß. Aber: Ihr werdet Euch doch auch garantiert ALLE gefragt haben, welche Worte Robert Lewandowski und Lionel Messi nach dem 2:0-Erfolg der Albiceleste ausgetauscht haben. GARANTIERT!

    Also, es gibt zwei Versionen - beide erzählt von Lewandowski himself. Sucht Euch einfach die aus, die besser in Euer Weltbild passt.

    Laut Sport1 trug es sich wie folgt zu: "Das war ein lustiges Duell. Er meinte, dass es für mich auch viel Defensivarbeit war."

    Der Bild tischte Lewy diese Version auf: "Wir haben ein bisschen geredet, Spaß gemacht. Ich habe Messi gesagt, dass ich defensiver als sonst gespielt habe - aber so etwas eben für die Mannschaft manchmal nötig ist..."

    Wer's nicht gesehen hat: Messi hat genauso geguckt wie Ihr jetzt nach dem Lesen dieses Absatzes.

  • Niederlande Frank de Boer Stefan de Vrij Frenkie de jong

    WM 2022 in Katar - Einschaltquote des Tages: NOS Sport

    Diese Kategorie muss eigentlich in "...des Jahrhunderts" modifiziert werden! 2021 hatte die Niederlande rund 17,48 Millionen Einwohner. Nur 3,8 Millionen davon (in der Spitze 5,8 Mio.) guckten sich am Dienstag den Oranje-Kick gegen Katar an.

    Für den Sender NOS Sport war das die historisch schlechteste Einschaltquote in diesem Jahrhundert. Auch das gesamte Turnier juckt bei unseren Nachbarn offenbar keine Sau, denn auch sonst verzeichnet man so wenige TV-Zuschauer wie noch nie.

  • WM 2022 in Katar: Das steht heute noch an



    • Kanada vs. Marokko (16 Uhr)

    Marokko steht vor einer historischen Partie, die am Ende denselben Erfolg einbringen könnte wie jenen, den die Polen gestern erreicht haben: zum ersten Mal seit 36 Jahren wieder in der K.o.-Runde einer WM zu stehen. Was es dafür braucht? Genau einen Punkt. Den würden die bereits ausgeschiedenen Kanadier aber auch nehmen, denn es wäre ihr erster bei einer WM. Das mit dem erste Tor haben sie ja im letzten Spiel bereits erledigt.

    • Kroatien vs. Belgien (16 Uhr)

    Fliegen die Belgier, die sich zuletzt vom Dauer-Geheimfavoriten zu einer Ansammlung an Alt-Stars gemausert haben, tatsächlich in der Gruppenphase raus? Es soll ja an allen Ecken und Enden innerhalb des Teams krachen. Mittendrin ist mit Toby Alderweireld (schon 33!) auch einer der Lieblingsspieler der SPOX-Redaktion - besten Dank nochmal an Ex-Kollege Flo Schimak! Wir sind daher leicht parteiisch, doch zum Weiterkommen braucht es schon einen belgischen Sieg und da wiederum sind wir nicht so zuversichtlich.

    Kroatien benötigt einen Punkt und keine Gelbe Karte gegen Luka Modric, sonst wäre der im Achtelfinale gesperrt. Was für Belgien auch geht: Ein Remis plus eine hohe Niederlage Marokkos gegen Kanada.

    • Costa Rica vs. Deutschland (20 Uhr)

    Deutschland auf Rekordkurs! Nach dem schlechtesten Start in der deutschen WM-Historie seit 1938 könnte heute zum zweiten Mal in Folge ein Aus in der Gruppenphase geschehen. Wer errechnen will, wie dieser GAU verhindert wird, muss hier lesen.

    Ein weiterer Rekord ist dennoch sicher: Manuel Neuer wird Torhüterlegende Sepp Maier und auch den Brasilianer Claudio Taffarel ablösen und zum 19. Mal im Kasten bei einer Weltmeisterschaft stehen. "Ehrlich? Ach, schade! Dann hätte ich besser noch ein Spiel mehr machen sollen damals 1970 in Mexiko", sagte Maier zur Münchner Abendzeitung.

    • Japan vs. Spanien (20 Uhr)

    Die Japaner können trotz der überraschenden Pleite gegen Costa Rica durchaus zuversichtlich in die Partie gehen: Gegen Ex-Weltmeister hat es bei dieser WM ja ganz gut geklappt...

    Mit einem Sieg gegen Ex-Weltmeister Spanien ist die Elf von Coach Moriyasu im Achtelfinale. Spanien dagegen reicht bereits ein Unentschieden.