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FC Barcelona: Die schlechtesten Transfers der Klubgeschichte

15:37 MESZ 22.09.22
Zlatan Ibrahimovic Philippe Coutinho Barcelona GFX
Der FC Barcelona hat sich in diesem Sommer namhaft verstärkt. Einige Transfers aber waren ein totaler Reinfall.

Der FC Barcelona scheint wieder in die Spur zu kommen.

Nachdem Klubpräsident Joan Laporta in diesem Sommer verzweifelt an allen wirtschaftlichen Stellschrauben gedreht hat, um die Sommerverpflichtungen zu finanzieren, sind die Katalanen dank Robert Lewandowski gut in die neue Saison gestartet.

Barça ist allerdings nur deshalb in eine finanzielle Schieflage geraten, weil das vorherige Regime mit seinen Ausgaben rücksichtslos war. Unter Laportas Vorgänger Josep Maria Bartomeu, der den Verein am Rande des Bankrotts zurückließ, wurde die Blaugrana zum Synonym für miserable Geschäfte.

GOAL listet die schlimmsten Transfers in der Geschichte Barças auf, wobei einige Bartomeu-Einkäufe ganz oben auf der Liste stehen.

  • Petit Barcelona

    #15 Emmanuel Petit

    Emmanuel Petit wollte den FC Barcelona nach nur sechs Monaten verlassen.

    Später verriet er, dass die Blaugrana, als er im Sommer 2000 von Arsenal kam, vor dem Aus stand.

    "Es gab einen Krieg in der Umkleidekabine zwischen den katalanischen und den niederländischen Spielern", sagte er gegenüber RMC Sport. "Außerdem hatten wir [Lorenzo] Serra Ferrer als Trainer, der nicht genug Kraft und Charisma besaß, um die Mannschaft zu führen."

    Petit behauptete auch, dass Serra Ferrer keine Ahnung hatte, auf welcher Position er spielte, was dazu führte, dass der Mittelfeldspieler regelmäßig als Innenverteidiger eingesetzt wurde.

    Unabhängig davon, wer die Schuld daran trug, sah Petit am Ende nicht mehr wie der Spieler aus, der in der Premier League brilliert hatte.

    Der Weltpokalsieger wandte sich daher im Januar 2001 an Vereinspräsident Joan Gaspart und bat darum, auf die Transferliste gesetzt zu werden. Am Ende seiner einzigen Saison bei Barça wurde er schließlich an Chelsea verkauft.

  • Nelson Semedo Barcelona 2020

    #14 Nélson Semedo

    Das einzig Gute, was man über Nélson Semedos Zeit in Barcelona sagen kann, ist, dass der Verein es zumindest geschafft hat, das ganze Geld, das er für ihn verschwendet hat, wieder hereinzuholen.

    Der Portugiese galt als langfristiger Ersatz für Dani Alves, schließlich hatte sich Semedo bei Benfica als offensiver Außenverteidiger einen guten Namen gemacht.

    Barça war bereit, zunächst 30 Millionen Euro für seine Dienste zu zahlen, mit der Möglichkeit auf weitere fünf Millionen Euro an Zusatzzahlungen.

    Semedo erwies sich während seiner gesamten Zeit im Camp Nou mit seinen mangelnden Defensivfähigkeiten als Belastung, was darin gipfelte, dass er bei Barças schockierender 2:8-Niederlage gegen Bayern München im Viertelfinale der Champions League 2019/20 von Alphonso Davies gedemütigt wurde.

    Abgesehen von der portugiesischen Verbindung ist es schwer zu verstehen, warum Wolverhampton sich gezwungen sah, Semedo im September 2020 von Barça zu holen.

  • Douglas Barcelona 2014

    #13 Douglas

    Douglas' Karriere in Barcelona erholte sich nie wirklich von seinem miserablen Debüt gegen Málaga im Jahr 2014.

    Er hatte Probleme in der Defensive und bot - vielleicht unverzeihlich für einen Außenverteidiger der Blaugrana - nichts in der Offensive.

    Verletzungen halfen nicht. "Ich hatte einige schwierige Zeiten", gab er später gegenüber der AS zu: "Ich kam jeden Tag weinend nach Hause."

    Und leider gab es auch kein Happy End für Douglas.

    Der Verteidiger, der für vier Millionen Euro aus Sao Paulo verpflichtet worden war, gehörte zwar zu der Mannschaft, die 2014/15 das Triple gewann.

    Allerdings kam er in allen Wettbewerben nur auf fünf Einsätze - und insgesamt nur auf acht, bevor er nach Leihgeschäften bei Sporting Gijón, Benfica und Sivasspor 2019 ablösefrei ging.

  • Christophe Dugarry Barcelona 1997

    #12 Christophe Dugarry

    Nachdem er bei der AC Mailand gescheitert war, schloss sich Christophe Dugarry im Sommer 1997 dem FC Barcelona an, in der Hoffnung, seine Karriere im Vorfeld einer Weltmeisterschaft im eigenen Land wieder in Gang zu bringen.

    In den folgenden sechs Monaten fragte er sich jedoch, was er im Camp Nou zu suchen hatte.

    "Es war surreal", sagte der Franzose später gegenüber SFR Sport über seine Zeit unter Louis van Gaal.

    "Das Schlimmste war, als ich in sein Büro ging, um ihn zu bitten, gehen zu dürfen. Ich musste um jeden Preis weg, und außerdem hatte [der damalige französische Trainer Aime] Jacquet gesagt, dass wir am ersten Tag des Jahres 1998 bei unseren Vereinen erste Wahl sein müssten. Ich tat so, als würde ich weinen und sagte: 'Ich kann nicht mehr, ich muss gehen.' "Und er sah mich nur an und sagte: 'Nein, du kannst nicht gehen. Ich glaube an dich.' "Was? Sie glauben an mich und lassen mich als defensiven Mittelfeldspieler spielen? Es war ein schreckliches halbes Jahr. Ich bin durch die Hölle gegangen."

    Nach nur sieben Einsätzen für Barça durfte Dugarry im Januar 1998 dann doch nach Marseille wechseln und verhalf Frankreich noch im selben Sommer zum Gewinn der Weltmeisterschaft.

  • Alex Song Barcelona signing

    #11 Alex Song

    Der Wechsel von Alex Song für 18 Millionen Euro war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Er war nicht im Geringsten an Spielen oder Ruhm interessiert. Seine einzige Motivation war das Geld.

    "Als Barcelona mir einen Vertrag anbot und ich sah, wie viel ich verdienen würde, habe ich nicht lange überlegt", gab der ehemalige kamerunische Nationalspieler in einem Instagram-Chat mit Pascal Siakam zu.

    "Ich fand, dass meine Frau und meine Kinder ein angenehmes Leben haben sollten, wenn meine Karriere vorbei ist. Ich traf mich mit dem Sportdirektor von Barça und er sagte mir, dass ich nicht viele Spiele machen würde, aber das war mir egal - ich wusste, dass ich jetzt Millionär werden würde."

    Und das wurde er. Obwohl er es nicht schaffte, sich in der ersten Mannschaft zu etablieren, bestritt er in zwei Spielzeiten 65 Spiele und gewann 2013 die spanische Liga.

    Dennoch ist es unmöglich, seine Zeit im Camp Nou als etwas anderes als Verschwendung zu bezeichnen.

  • Andre Gomes Barcelona

    #10 André Gomes

    Der FC Barcelona war zu Recht begeistert von sich selbst, nachdem er Real Madrid bei der Verpflichtung von André Gomes für 35 Millionen Euro ausgestochen hatte.

    Der Mittelfeldspieler hatte eine sensationelle Saison mit Valencia hinter sich, die damit endete, dass er Portugal zum Sieg bei der EURO 2016 verhalf.

    Nach einem relativ positiven Start erwies sich seine Zeit in Barcelona jedoch als Desaster, das sich verheerend auf Gomes' psychische Gesundheit auswirkte.

    "Es wurde zu einer Art Hölle, weil ich anfing, mehr Druck zu spüren", sagte er 2018 gegenüber Panenka: "Mehr als einmal wollte ich mein Haus nicht mehr verlassen."

    Gomes' Camp-Nou-Albtraum fand schließlich ein Ende, als er nach einem erfolgreichen Leihgeschäft im Goodison Park zum FC Everton wechselte.

  • Geovanni Barcelona 2002

    #9 Geovanni

    Romário, Ronaldo, Rivaldo, Ronaldinho, Neymar - Barcelona hat im Laufe der Jahre einige hervorragende brasilianische Stürmer verpflichtet.

    Geovanni gehörte allerdings nicht dazu. Im Jahr 2000 erlebte er bei Cruzeiro ein erfolgreiches Jahr, und Barça setzte sich gegen die starke Konkurrenz von Arsenal und Juventus Turin durch, um den Flügelstürmer im folgenden Jahr für 18 Millionen Euro zu verpflichten - damals eine beträchtliche Summe.

    Leider konnte Geovanni seine Ablösesumme nicht rechtfertigen: In zwei Spielzeiten in La Liga erzielte er in 26 Spielen nur ein einziges Tor, bevor er für eine Saison zu Benfica ausgeliehen wurde.

    Daraus wurde 2003 ein endgültiger Verkauf - und das völlig umsonst, denn Barça war sehr daran interessiert, einen Nicht-EU-Platz in seinem Kader für Neuverpflichtungen frei zu machen.

  • Aleksandr Hleb Barcelona 16072008

    #8 Alexander Hleb

    Alexander Hleb hätte Arsenal wahrscheinlich nie verlassen dürfen. Er war nicht nur ein wichtiges Mitglied der Mannschaft, das den besten Fußball seiner Karriere spielte, sondern er hatte auch eine starke Bindung zu Trainer Arsène Wenger.

    "Als Arsène sagte, dass es nur noch eine Frage von Stunden sei (bis zu seinem 17-Millionen-Euro-Transfer nach Barcelona im Jahr 2008), war ich am Boden zerstört", gab er im In Lockdown-Podcast zu: "Es war wirklich schwer für mich, das zu akzeptieren. Wenger hat alles getan, damit ich bei Arsenal bleibe. Er hat mir sogar eine SMS geschickt, als ich beim Angeln war. 'Alex, ich werde dich nicht gehen lassen, wir brauchen dich hier.' Ich habe geweint, als ich das gelesen habe."

    Zu Pep Guardiola, der in Barcelona gerade das Traineramt von Frank Rijkaard übernommen hatte - dem Trainer, der sich für den Weißrussen eingesetzt hatte - entwickelte Hleb nicht die gleiche Beziehung.

    Tatsächlich kam Hleb in seiner ersten Saison bei Barça nur auf 19 Liga-Einsätze, bevor sein Vertrag nach Leihgeschäften mit Stuttgart, Birmingham City und Wolfsburg im Januar 2012 im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst wurde.

  • Dmitro Chygrynskiy Barcelona

    #7 Dmytro Chygrynskiy

    "Der Wunsch ist eine Sache", sagte Dmytro Chygrynskiy einmal der Associated Press: "Aber die Realität ist eine andere."

    Sicherlich hat niemand jemals an der Entschlossenheit des Ukrainers gezweifelt, seinen Wechsel nach Barcelona im Jahr 2009 für 25 Millionen Euro erfolgreich zu gestalten. Aber die kalte, harte Wahrheit war, dass er es im Camp Nou einfach nicht schaffte.

    An Unterstützung mangelte es ihm auch nicht. Der damalige Trainer Pep Guardiola nahm wiederholt die Schuld für die Schwierigkeiten des Ukrainers auf sich, während Carles Puyol darauf bestand, dass seine "Qualitäten perfekt für Barça" seien.

    Auf dem Spielfeld waren diese Qualitäten jedoch nur selten zu sehen. Ähnlich wie Chygrynskiy.

    Eine hartnäckige Verletzung half ihm sicher nicht, aber er wurde regelmäßig von den Fans ausgepfiffen und spielte nur 851 Minuten für Barça, bevor er 2010 für zehn Millionen Euro zurück an Schachtar Donezk verkauft wurde.

  • Keirrison ex Barcelona player

    #6 Keirrison

    Barcelona zahlte zunächst 14 Millionen Euro, um Keirrison 2009 von Palmeiras zu verpflichten, mit der Möglichkeit, je nach Einsatz in der ersten Mannschaft weitere zwei Millionen Euro draufzupacken.

    Doch genau wie sein brasilianischer Landsmann Henrique, ein weiterer berüchtigter Flop, hat Keirrison kein einziges Spiel für Barça bestritten. Nicht ein einziges. Und das, obwohl er fünf Jahre bei der Blaugrana unter Vertrag stand.

    Stattdessen wurde er immer wieder an Benfica, Florenz, Santos, Cruzeiro und Coritiba ausgeliehen, wo er nach Ablauf seines Vertrags bei Barça im Jahr 2014 fest anheuerte.

    Im Nachhinein betrachtet hätte man vielleicht von Anfang an wissen müssen, dass Keirrison bei Barça keinen Erfolg haben würde.

    Während der Spieler in seiner ersten Pressekonferenz optimistisch davon sprach, in die Mannschaft von Pep Guardiola aufzusteigen, gab der Trainer im Grunde zu, dass er mit dem Deal nichts zu tun gehabt hatte.

    "Der Verein hat beschlossen, ihn zu verpflichten", sagte Guardiola: "Er wird auf Leihbasis gehen. Ich werde in dieser Saison nicht mehr auf ihn zählen."

    In der Tat wurde vermutet, dass Joan Laporta Keirrison nur verpflichtet hatte, um ihn später gewinnbringend zu verkaufen. Aber selbst dieser Plan löste sich in Rauch auf und machte den Stürmer zu einer der verhängnisvollsten Verpflichtungen in der Geschichte von Barça.

  • Pjanic Barcelona

    #5 Miralem Pjanic

    Im Juni 2020 erhielten wir durch die Verpflichtung von Miralem Pjanic von Juventus Turin wohl zum ersten Mal einen echten Einblick in Barcelonas desolate finanzielle Situation unter Josep Maria Bartomeu.

    Die Ablösesumme betrug theoretisch 60 Millionen Euro mit möglichen fünf Millionen Euro an Zusatzzahlungen. Aber in Wirklichkeit handelte es sich um ein Tauschgeschäft, bei dem Pjanics Ankunft im Camp Nou mit Arthurs Weggang nach Turin für 72 Millionen Euro zusammenfiel.

    Die Zahlen, um die es dabei ging, machten in Bezug auf den Marktwert wenig Sinn. Arthur mag ein vielversprechender Spieler gewesen sein, aber der verletzungsanfällige Brasilianer hatte in Katalonien nur sporadisch brilliert und wurde seinem Ruf als "neuer Xavi" nicht gerecht, während den Fans der Serie A schon seit einiger Zeit klar war, dass Pjanic seine beste Zeit hinter sich hatte.

    Als Mittel zum Zweck, die Bücher auszugleichen, war die Transaktion jedoch durchaus sinnvoll, da Barça - und auch Juve - durch die überhöhten Zahlen ihren finanziellen Zielen bis zum Ende des Geschäftsjahres näher gekommen sind.

    Es überrascht jedoch nicht, dass es sich in sportlicher Hinsicht als eine Katastrophe erwies. Pjanic spielte nur eine Saison bei Barça, bevor er an Besiktas ausgeliehen wurde und schließlich im September 2022 zu Sharjah wechselte, nachdem sein Vertrag im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst worden war.

  • Martin Braithwaite Barcelona 2021-22

    #4 Martin Braithwaite

    Man könnte leicht behaupten, dass kein Transfer Barcelona schlechter dastehen ließ als der, der Martin Braithwaite ins Camp Nou brachte.

    Er hat die Behauptung ins Lächerliche gezogen, Barça sei mehr als nur ein Verein, der auf einer anderen moralischen Ebene agiert als andere Teams.

    Im Februar 2020 steckten die Katalanen in einem Schlamassel, den sie selbst verschuldet hatten. Nachdem sie sich im Winter nicht für eine Verstärkung ihres Angriffs entschieden hatten und stattdessen auf den notorisch verletzungsanfälligen Ousmane Dembélé vertrauten, mussten sie um eine Notverpflichtung bitten, nachdem der fragile Franzose für den Rest der Saison ausfiel.

    So erwarb Barça Braithwaite für 18 Millionen Euro von Leganés, das keinen Ersatz verpflichten konnte und schließlich abstieg.

    Der Däne stand bei Barça nur selten in der Startelf und erzielte in 44 Ligaspielen ganze fünf Tore.

    Braithwaite wurde von den Fans ausgebuht und angeblich vom Verein "gemobbt", bevor er schließlich zustimmte, seinen Vertrag im gegenseitigen Einvernehmen aufzulösen, um die finanziellen Probleme seines Arbeitgebers zu lindern.

    Von Anfang bis Ende eine der traurigsten Episoden, in die Barça je verwickelt war.

  • Pep Guardiola Zlatan Ibrahimovic Barcelona

    #3 Zlatan Ibrahimovic

    Zlatan Ibrahimovic ist eine absolute Legende des Fußballs, das weiß jeder. Sein Wechsel zum FC Barcelona gehört jedoch zu den katastrophalsten Deals aller Zeiten.

    Die Blaugrana zahlten nicht nur 69,5 Millionen Euro an Inter für Ibrahimovic, sondern überließen ihnen im Gegenzug auch den Champions-League-Helden von 2009, Samuel Eto'o - der den Nerazzurri in der folgenden Saison zum Gewinn des Triple verhalf, nachdem sie Barça im Halbfinale ausgeschaltet hatten.

    Zu diesem Zeitpunkt war die Beziehung zwischen dem Schweden und dem damaligen Barça-Trainer Pep Guardiola bereits völlig zerrüttet. Ibrahimovic beschuldigte den Katalanen, "keine Eier" zu haben und sich vor seinem ehemaligen Chef José Mourinho "in die Hose zu machen".

    Auch der Berater des Stürmers, der verstorbene Mino Raiola, bezeichnete Guardiola als "Feigling" und ging vor dem Champions-League-Finale 2012 sogar auf den Trainer los.

    Man darf natürlich nicht vergessen, dass Ibrahimovic in allen Wettbewerben 21 Tore erzielt hat, aber wir sprechen hier über den wohl größten Persönlichkeitskonflikt der Fußballgeschichte.

  • Antoine Griezmann Barcelona 2020-21

    #2 Antoine Griezmann

    Antoine Griezmann demütigte den FC Barcelona im Jahr 2018, indem er zunächst offen mit einem 100-Millionen-Euro-Transfer ins Camp Nou flirtete, bevor er am Ende einer Videodokumentation, die von Blaugrana-Verteidiger Gerard Piqué produziert wurde, öffentlich ablehnte.

    Die Fans waren wütend. Sie wollten nichts mehr mit dem Topspieler von Atlético Madrid zu tun haben.

    Doch Bartomeu holte Griezmann im darauffolgenden Jahr auf unerklärliche Weise doch und erklärte sich bereit, die Ausstiegsklausel im Vertrag des Franzosen in Höhe von 120 Millionen Euro zu zahlen, als wolle er seinen Standpunkt beweisen.

    Der vielseitige Angreifer hatte seine Momente im Camp Nou, aber sie waren rar gesät. 2021 kehrte er nach Madrid zurück und schloss sich Atlético auf Leihbasis an, mit der Aussicht auf einen dauerhaften Transfer.

    Seitdem ist seine Vereinskarriere zu einer Farce verkommen. Griezmann kommt derzeit meist nur noch in der letzten halben Stunde eines Spiels zum Einsatz, da Atlético seine 40 Millionen Euro teure Kaufpflicht nicht in Anspruch nehmen muss, wenn er weniger als 50 Prozent der Spiele bestreitet.

  • Coutinho Barcelona

    #1 Philippe Coutinho

    Einer der wichtigsten Transfers in der Geschichte Liverpools, aber der schlechteste in der Geschichte Barcelonas.

    Die Blaugrana erklärte sich bereit, 120 Millionen Euro - plus 40 Millionen Euro an möglichen Bonuszahlungen - für einen Spieler zu zahlen, den sie einfach nicht brauchten.

    War er ein Angreifer, ein Mittelfeldspieler oder etwas dazwischen? Bartomeu hatte sicherlich keine Ahnung, aber er setzte alles daran, den Brasilianer trotzdem zu verpflichten.

    Das Endergebnis war ein Albtraum. Der wichtigste Beitrag, den Coutinho in seinen vier Jahren bei Barça geleistet hat, waren zwei Tore gegen die Katalanen, als er 2020 an Bayern München ausgeliehen war.

    Nachdem man eine gefühlte Ewigkeit versucht hatte, den brasilianischen Nationalspieler loszuwerden, ließ man ihn 2022 für nur 20 Millionen Euro zu Aston Villa ziehen - während man verzweifelt versuchte, die finanzielle Ordnung im Camp Nou wiederherzustellen, nachdem man unter Bartomeu beinahe bankrottgegangen wäre.